Wertstromdesign für Geschäftsprozesse Lean Management Training im IMPULS Trainingscenter

Die logistische Wertstromanalyse

04.06.2018 von Christian Schulz

Den Materialfluss organisieren

Die ganzheitliche und nachhaltige Verbesserung des Materialflusses entlang der Prozesskette ist der Grundsatz jeder logistischen Verbesserung. Doch viel zu häufig werden Optimierungsbestrebungen partiell und nicht mit Blick auf die gesamte Prozesskette durchgeführt. Die Auswirkungen einzelner Optimierungen auf den Gesamtprozess sind somit leider vielmehr ein Zufallsprodukt als ein ganzheitlich geführter und strukturierter Veränderungsprozess. Durch das gezielte Einsetzen logistischer Methoden kann Überblick in die Verbesserungsarbeit gebracht werden und das Organisieren des Materialflusses für die Logistiker erheblich vereinfacht werden.

Methoden & Werkzeuge

Zur Analyse und Optimierung von Produktionsprozessen gibt es eine Vielzahl von Methoden und Tools zur strukturierten Prozessanalyse und deren Verbesserung. Spezielle Methoden zum Optimieren der logistischen Prozesskette sind im Gegensatz jedoch nur sehr begrenzt verbreitet. Wenn man beispielsweise vergleicht, wie viele Fachbücher zum Thema „lean production“ gegenüber „lean logistics“ in den letzten Jahren veröffentlicht wurden, stellt man fest, dass das Verhältnis mehr als 10:1 zugunsten den Produktionsmethoden ausfällt. Diese Verteilung spiegelt sich auch in der methodischen Anwendung innerhalb der Unternehmensbereiche Produktion und Logistik wider.

Obwohl die Logistik den gesamten Materialfluss sowie die Lieferkette organisieren muss und dort häufig die größten Potentiale verborgen sind, stellen wir viel zu häufig fest, dass der Optimierungsfokus und die Methodenkompetenz nach wie vor mehr auf Produktions- als auf Logistik-Prozesse ausgerichtet ist.

Logistische Toolbox

Auch wenn die logistischen Methoden bisher weniger verbreitet sind, sind diese nicht weniger hilfreich beim strukturierten Analysieren und Optimieren von Materialflüssen und logistischen Prozessketten. Wenn logistische Prozesse im Einzelnen in der Regel wenig komplex erscheinen, führt die Gesamtheit der Prozessvariationen zur Schwierigkeit bei der ganzheitlichen logistischen Prozessverbesserung. Das Training einiger weniger Methoden aus der logistischen Toolbox wie z.B. ZAB-Analyse, logistischer Wertstrom, Prozesshandlings-Analysen, Spaghetti-Diagramme etc. sind die Grundlage für einen strukturierten Verbesserungsprozess und bieten den Mitarbeitern die Möglichkeit, analytisch und strukturiert logistische Veränderung zu gestalten. 

Auch in der Logistik sind das Abholen und speziell das Aktivieren der Mitarbeiter aus unserer Sicht der zentrale Schlüssel für den Einstieg in die Verbesserungsarbeit und die Grundlage für die Veränderung zum Guten (KAIZEN).

Logistische Wertstromanalyse

Die klassische Wertstromanalyse ist die am weitesten verbreite Methode im Lean-Management und findet bereits in vielen Unternehmen Anwendung. Sie bietet ein einfaches Handwerkszeug, um die Fertigungsschritte und Informationen einer Produktfamilie inklusive aller Bestände und Prozessparameter abzubilden. Im Rahmen eines Soll-Wertstromes lässt sich in strukturierter Weise die Prozessarchitektur eines zukünftigen Konzeptes besprechen und erarbeiten. Welche logistischen Prozesse sich hierbei jedoch hinter den Pfeilen und Dreiecken verbergen ist an dieser Stelle noch offen und muss im Rahmen eines logistischen Wertstroms analysiert bzw. definiert werden. Bei diesem logistischen Wertstrom steht nun nichtmehr die Wertschöpfung im Fokus der Betrachtung, sondern die Transport-, Handlings- und Lagerstufen, welche durchlaufen werden müssen. Wie weit muss das Bauteil transportiert werden? Wie oft wird die Palette mit dem Stapler abgesetzt und wieder aufgenommen? Wie wird das Material am Bedarfsort bereitgestellt? Diesen und vielen weiteren Fragestellungen widmet sich die logistische Wertstromanalyse und ist damit das zentrale Tool der Logistik zum Optimieren von logistischen Prozessen.

Bei vielen unserer Kunden beobachten wir, dass methodisches Handwerkszeug wie die logistische Wertstromanalyse im Speziellen bei der Analyse und Planung von komplexen logistischen Prozessen ein unverzichtbares Tool geworden ist und dass Methodenkompetenz bei den Logistikern gerne angenommen und in Folge häufig zur Anwendung gebracht wird.

Geführter Veränderungsprozess

Viel zu oft können die Führungskräfte und das Management Fragen zu Maschinen-Taktzeiten auf die Sekunde genau beantworten und müssen dagegen bei einfachen Fragen, wie die nach der Anzahl der Handlingsstufen innerhalb einer Prozesskette, passen. Dieser Umstand zeigt uns, dass logistische Veränderung meist nur unzureichend geführt wird, obwohl die logistische Prozessgüte häufig über sehr einfache Kennwerte wie z.B. die Handlingsschritte gemessen werden kann. Auf dem Weg einer geführten logistischen Veränderung ist es erforderlich, dass genau diese Parameter in Form von Zielzuständen Teil der täglichen Führungsroutine werden und dass das Bewusstsein für logistische Prozesse, deren Abhängigkeiten und Auswirkungen bei allen Führungskräften trainiert und geschärft wird.

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